Presse

03. 02. 2004

Badische Neueste Nachrichten (Ausgabe Baden Baden, Sigrid Preuss)

Pianistin erzeugte emotionalen Wohlklang

Anika Vavic gab ein umjubeltes Konzert in der Reihe Kammermusik im Theater

Mit einer jungen, bereits vielfach preisgekrnten Entdeckung setzte die Gesellschaft der Musikfreunde in Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus und dem SWR die Reihe Kammermusik im Theater" fort. Anika Vavic, 1975 in Kosovska Mitrovica (Jugoslawien) geboren, zhlt auf Grund ihrer auergewhnlichen knstlerischen Leistungen zu den im In- und Ausland gefeierten Rising Stars.

Ihre bemerkenswerte Biografie lsst die Assoziation an eine Rakete zu, die unaufhaltsam in die Hhe steigt. Einer profunden Ausbildung, die bereits fr die Knstlerin "als Siebenjhrige am Konservatorium in Belgrad begann und spter an, der Universitt fr Musik und darstellende Kunst in Wien in der Konzertklasse bei Flores fortgesetzt wurde, folgten zahlreiche Anerkennungen und Auszeichnungen. Im Jahre 2001 gewann Anika Vavic den zweiten Steinway-Wettbewerb in Wien sowie den Sonderpreis fr die besten Haydn-Interpretationen. Sie ist Stipendiatin des Herbert-von-Karajan-Centrums in Wien und der Gottfied-von-Einem-Stiftung, und sie gewann den Frauen-Kunst-Preis 2002 in der Sparte Musik.

Die heute 28-jhrige Pianistin nahm jetzt im sehr gut besuchten Baden-Badener Theater mit ihrer souvernen Prsentation die Konzertbesucher gefangen. Ganz Gefhl und ganz Musik brillierte Anika Vavic zwei Stunden lang mit Werken von Joseph Haydn (Sonate D-Dur), Alexander Skrjabin (4 Morceaux), Johann Sebastian Bach (Englische Suite Nr. 3 g-moll), Maurice Ravel (Valses nobles et sentimentales) und Sergej Prokofjew (Sonate Nr. 6 A-Dur). Mit selbstverstndlicher Leichthndigkeit brachte die Interpretin die Vielfalt der kontrastierenden Musikstile in subtiler Spielweise zum Ausdruck. In bewundernswerter Weise bot die Pianistin Prokofjews ,,Sonate" dar. Um die ganze Dynamik des modernen Werkes mit seinem architektonisch angelegten Klangmuster, seiner rhythmischen Struktur und seinen melodisch tnzerischen Elementen zum Klingen zu bringen, war eine kraftvolle ,,Handschrift, gefordert, welche Anika Vavic mit jedem Atemzug darbot.

Fast spielerisch glitten harte, schroffe Dissonanzen in berhrend harmonische Tonfolgen ber und verschmolzen zu einem emotionalen Wohlklang. Das ganz in ihrem Bann stehende Publikum sparte nicht mit Applaus. Einige Zugaben waren das Dankeschn der begnadeten, wie charmanten Knstlerin.

Das Konzert wird am 16. Mrz um 19.05 vom SWR 2 bertragen.

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