Presse

11. 07. 2004

WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE (Hans-Jrg Loskill)

Sie entdeckt Pioniere der Klaviermusik neu

Ihre Ausbildungs-Visitenkarte ist hochkartig: Anika Vavic, die das in diesem Jahr einzige Gelsenkirchener Konzert beim Klavierfestival Ruhr bestritt, war u.a. Schlerin bei der Leonskaja und bei Maisenberg. In Schlo Horst vertraute sie drei " Klavier-Ikonen"

Denn Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Sergej Prokofjew waren zu ihren Zeiten Wegbereiter fr das Neue, fr ebenso formal wie inhaltlich ungewhnliche Kompositionsmuster.

Von Haydn whlte die aus Belgrad gebrtige Solistin die Sonaten D-Dur Hob. XVI 19 und As-Dur Hob. XVI 46, bei Beethoven griff sie mit der frhen Sonate Nr. 7 op. 10/3 zu und fr den gewichtigen Ausklang entschied sie sich fr Prokofjews op. 82 A-Dur von 1940, ein Berserker-Stck par excellence.

Hier berhrt Anika Vavic, Preistrgerin verschiedener Wettbewerbe, Grenzbereiche. Denn der Russe verlangt dem Pianisten alles ab: In die gewaltige "Notenschlacht" investiert sie enorme Frauenpower - um aber ebenso im Tempo di valse wiegend-berhrende Qualitten zu zeigen. Selbst im moderaten Allegretto wartet Prokofjew aber mit Ecken und Kanten auf. Das Ganze erkennt Anika Vavic als politische, wenn auch verschlsselte Musik an. Das martialische Element dominiert in allen vier Stzen und symbolisiert die zerstrerische Gewalt des Krieges, vor der die Kunst scheinbar kapitulieren muss.

Bei Beethoven und bei Haydn schlgt sie andere Tne an - immer jedoch beherzt und beherrscht, von kleinen Aussetzern abgesehen. Das Konzept ist jeweils schlssig, uerst konzentriert vorgetragen und virtuos geprgt. So modern wie sie Haydn behandelt, habe ich selten diese klassischen Sonaten des Wieners gehrt: fast radikal rafft sie alle schnen Dekorteile hinweg, um zum gedanklichen Kern vorzudringen.

Anika Vavic wurde in der ausverkauften Glashalle gefeiert. Ihre Zugaben (Franz Schuberts "Valse" und Sonate von D. Scarlatti) unterstrichen erneut die Begegnung mit einer groen Pianistin.

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