Presse

13. 06. 2010

KULTUR Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft (Silvia Thurner)

Neobarockes, Postmodernes und Romantisches sowie Neuentdeckungen - Das Sinfonie Orchester Biel spielte beim Feldkirch Festival ein hervorragend konzipiertes Programm

Klarheit schafft eine impulsive Kraft

Im Rahmen des Feldkirch Festivals gastierte das Sinfonie Orchester Biel unter der Leitung von Thomas Rösner im Feldkircher Montforthaus. Dabei überraschten die Darbietungen wohl viele KonzerbesucherInnen, weil es zumindest ein bislang weitgehend unbekanntes Werk von Galina Ustwolskaya zu entdecken gab. Vier Solisten boten überzeugende Darbietungen. Michaela Paetsch und Daniel Kobyliansky wirkten als Solisten in Schnittkes Werk, Alexander Doroshkevich faszinierte mit seinem ausdrucksstarken Spiel im Saxophonkonzert von Alexander Glasunow und Anika Vavic löste mit ihrer Werkdeutung des Klavierkonzerts von Galina Ustwolskaya Begeisterungsstürme aus.

...Nach Strawinskys wenig spektakulärem „Concerto in D" wurde das Klavierkonzert von Galina Ustwolskaya präsentiert. Die Komponistin war vor den sowjetischen Machthabern in eine innere Emigration geflüchtet, seit einigen Jahren ist sie ab und zu bei Festivals Neuer Musik zu hören. Ganz aus einem individuellen Gestaltungswillen heraus formte die Komponistin ihre Musik. Ihre klare musikalische Aussage und die eindringliche Art, die Kraft der Tonbeziehungen aufzuzeigen, verleiht Ustwolskayas Musik einen archaisch anmutenden Duktus.

Anika Vavic und das Sinfonie Orchester Biel interpretierten das Werk voll Energie. Nie ließen sie jedoch die Entspannungsmomente und die lyrischen Passagen außer Acht, so dass eine gut nachvollziehbare und unmittelbar wirkende Musik den Raum erfüllte. Das Publikum nahm das Werk begeistert auf und applaudierte frenetisch. Die gute Werkdeutung ist auch der anschaulichen und durchdachten Diktion von Thomas Rösner zu verdanken.

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Das Sinfonie Orchester Biel und Anika Vavic hinterließen eine nachhaltige Wirkung ©Feldkirch Festival

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