Neue Musikzeitung, November 2005
(von Stefan Pieper)

Entdeckungsreisen in die Weiten der Tastenkunst

Um Aktualität im Musikleben bemühte sich das Klavierfestival  Ruhr durch seine Kompositionsaufträge und deutlich mehr Uraufführungen als in der Vergangenheit. Einer davon ging an den jungen österreichischen Komponisten Johannes Maria Staud. Sein Klavierstück „Peras“ ist eine Bearbeitung für Klavier, nämlich eine von einem eigenen Orchesterwerk.

So abstrakt und durchgeistigt der vom Komponisten selbst zuvor referierte kunstphilosophische Überbau dieser hochkonzentrierten acht Minuten Musik anmutete, so sehr nahm die ungestüme Sinnlichkeit und Direktheit gefangen, mit der dieses musikalische Kunstwerk unter den Händen von Anika Vavic zum ersten Mal erklang – eine junge Tonsprache, die zum hochenergetischen Musizieren einlädt!

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