Presse

01. 02. 2004

Gramophon (Nalen Anthoni)

Ein Programm, das vielleicht zu weit ausholt, aber das vielversprechende Spiel nicht verbergen kann

Haydns Sonate, in manchen Ausgaben Divertimento genannt, ist ihrem Stil nach eindeutig Cembalo-Musik

Es gibt keine dynamischen Bezeichnungen, und nur der langsame Satz enthlt Phrasierungen. Die 28-jhrige Pianistin Anika Vavic, gebrtig aus Belgrad und als Rising Star aus sterreich angekndigt, ist in ihrem Ansatz unverhohlen pianistisch und unpedantisch. Sie verfgt ber ein breites Spektrum ausdrucksstarker Nuancen im langsamen Satz, und ist in den ueren Stzen weder verbissen noch zu nchtern. Welches Tempo auch herrscht, die Musik ffnet sich weit ausgreifend. Der Klang tut dies leider nicht, da ein recht hart klingender Flgel aus groer Nhe aufgenommen wurde.

Fr den grten Teil dieses Programms kann Vavic in Abstzen denken und hat daher die groe Linie gut im Griff. Sie scheint jedoch vom Temperament nicht allen Stcken entsprechen zu knnen. Am schwchsten ist sie in Ravels Suite, wo sie trotz vieler empfindsamer Effekte in allen Stzen den Rhythmus mehr oder weniger versteift. Skrjabins Quatre Morceaux hat ebenfalls rhrende Stellen, aber das vierte Stck, Danse languide, steht ihr am besten, ebenfalls die Valse in A. Vor allem dessen mittlere Passage, piacevole, carezzando berschrieben, wird einfhlsam interpretiert.

Vavic versteht sich auch auf die barbarische Waghalsigkeit (Sviatoslav Richter) von Prokofjews Sonate, und sie wird den technischen und emotionalen Anforderungen der ersten drei Stze gerecht. Der letzte ist jedoch etwas linkisch, vielleicht wegen etwas zuviel Pedalgebrauch. Es besteht aber kein Zweifel, dass sie ein wichtiger Newcomer ist.

bersetzung: Alexa Nieschlag

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